Literatur begleitet von musikalischen Klängen heißt es im Schnoor: rund um den Badestubenbrunnen am Stavendamm wird das Quartier zur Bühne für musikalische Lesungen die zum Zuhören und Staunen einladen. Mal poetisch, mal humorvoll, mal tiefgründig und mit lokalem Bezug – die Lesungen berühren, überraschen und lassen Raum zum Träumen. Ein Fest für alle Fans von literarischen Schätzen im einzigartigen Ambiente des Schnoors.

Freitag, 19.06.2026

Schnoor

Marno Howald

Stefanie Lipka

Katja Baumgarten

Samstag, 20.06.2026

Schnoor

Martin Henke

Literaturwerkstatt

Marno Howald

Freitag, 15.00 Uhr + Samstag 17.00 Uhr

Marno Howald

Liedermacher Marno Howald
Der augenzwinkernd polarisierende Liedermacher aus Bremen bringt die Dinge musikalisch und textlich auf den Punkt! Dabei lässt er sich weder stilistisch noch inhaltlich dirigieren. Im Gegenteil, es wird kein Blatt vor den Mund genommen und die Dinge werden ironisch-humorvoll beim Namen genannt. Marno Howald stand schon mit Konstantin Wecker auf der Bühne und ist ein ungewöhnlicher Musiker, der seine Songs mit seiner individuellen, authentischen und manchmal auch sarkastischen Handschrift skizziert. Es ist nicht so, dass er sich musikalisch auf ein Genre festlegen ließe, das würde seine Kreativität nur beeinträchtigen. Dennoch kann man seinen eigenen Stil darin spüren, wie er seine Songtexte schreibt und was für Themen er aufgreift. Manchmal mit einem Lächeln im Mundwinkel, manchmal mit Melancholie aber manchmal auch mit der ungeschönten Wahrheit. Er ist ironisch, humorvoll, kritisch, frech, fragend, antwortend, liebend und leidend, autobiografisch und romantisch. Überraschend auf jeden Fall! Man weiß nie, ob ihm gerade der Schalk im Nacken sitzt oder ein politisches Thema "böse" skizziert wird.

Freitag, 16.00 Uhr

Stefanie Lipka

Bei Stephanie Lipkas "Devlin" handelt sich um eine psychologische Erzählung, ein Märchen bzw. eine Allegorie auf unsere Zeit und nicht nur/unbedingt ein Kinderbuch.

Die Autorin erzählt die Geschichte eines Kindes, das sich äußerlich ein wenig von anderen unterscheidet und dessen Wesen auf die (Nicht-)Bestätigung von Vorurteilen und Urängsten reduziert wird. Das Thema ist zeitlos, Devlin als Person ist freundlich und einnehmend, und sein Schicksal berührt. Orte und Personen der Erzählung sind authentisch, die Geschichte ist wahr, und es ist der Autorin ein Bedürfnis, nicht nur als Pädagogiklehrerin, sie zu erzählen und mit Zuhörer:innen ins Gespräch zu kommen.

Stephanie Lipka ist Mitglied des Leseforums Oldenburg und liest schwerpunktmäßig in Norddeutschland, hat jedoch ein stabiles Publikum in Chile, welches sie im Rahmen zweier Lesereisen besuchte. Sie ist 47 Jahre alt, zwischen dem Morbihan und Flandern aufgewachsen und arbeitet als Schulleiterin in Bremen. Außer dem Geschichtenerzählen gehören Kochen, Reisen und das Sammeln von Whiskies zu ihren Leidenschaften und Hobbies. 

Freitag, 17 Uhr

Katja Baumgarten

Und nun wird es zauberhaft: Eine Sonnenfee und ein Mondelf sind die Protagonisten des Märchens „Lulu und Ravin – Die Suche nach dem Sonnenlicht“. Die kleine Sonnenfee Lulu liebt es, im Sonnenlicht mit den anderen Sonnenfeen über das Wasser ihres Sees zu fliegen und zu tanzen. Doch nun ist das Sonnenlicht schon seit Wochen verschwunden. Lulu macht sich auf den Weg, um das Geheimnis zu lüften. Unterwegs trifft sie den Mondelfen Ravin, der kurzerhand beschließt, ihr zu helfen.

„Was sind das für komische Dinger auf deinem Rücken?“ fragte er neugierig. „Das? Ach, das sind meine Flügel. Hast du denn keine?“ Nein, so etwas brauche ich nicht.“ „Aber wie kannst du dann fliegen?“ wunderte sich Lulu. „Magie…“ entgegnete der Mondelf und zwinkerte ihr zu. Schwupps, schwebte er auf den Pilz hinauf.

Eine Sonnenfee und ein Mondelf passen eigentlich gar nicht zusammen – schaffen Lulu und Ravin es dennoch, sich und die Welt vor einer gemeinen Verschwörung zu bewahren?
Ein neues Märchen über die älteste Kraft der Welt – die Liebe. Wunderbar gelesen und dargeboten von der Autorin und Illustratorin Katja Baumgarten, bereichert durch Musik von Matthias Monka.

Samstag, 15.00 Uhr

Martin Henke

Martin Henke liest aus seinem Buch „Wirklichkeit mit Nebenwirkung“: Texte über Menschen, Brüche und das, was sich nicht glatt erzählen lässt. Ergänzt durch kurze, absurde Miniaturen entstehen Kontraste – leise, irritierend und manchmal überraschend leicht.

Begleitet wird er von Juliana, seiner Bandpartnerin aus der Country-&-Folkband Fast am Meer. Gemeinsam verweben sie Literatur und Musik zu einem Abend, der Raum lässt – zum Zuhören, Nachklingen und gelegentlichen Schmunzeln.
Zwischen den Texten erklingen ausgewählte Songs der beiden und setzen musikalische Akzente, die die Stimmung aufnehmen, weitertragen oder bewusst verschieben.

Eine Lesung für alle, die genauer hinsehen wollen.
Zwischen Ernst und Absurdität entstehen Momente, die nachwirken, ohne sich aufzudrängen.
Texte, die Raum lassen – für eigene Gedanken, Bilder und Zwischentöne.

Samstag, 16.00 Uhr

Literaturwerkstatt

Die Literaturwerkstatt „Schreiben im Schnoor“ präsentiert eine Auswahl ihrer aktuellen Arbeiten.

Die Gruppe trifft sich monatlich unter der Leitung der Autorin Janine Lancker. Es entstehen Kurzgeschichten und Lyrik, zudem arbeiten einzelne Mitglieder an Buchprojekten.

Im Rahmen der Lesung werden Texte aus der Werkstatt vorgestellt.